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Unsere Wurzeln
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Der
Wingolf steht in der Tradition der deutschen Studentenverbindungen,
die sich zu Beginn des 19. Jahrhundert im Bestreben nach der
Erlangung freiheitlicher Grundrechte formiert hatten. Besonders
am Wingolf ist in diesem Zusammenhang die explizit christliche
Motivation. Gemeinsame Grundlage aller Wingolfsverbindungen ist
ihr Wahlspruch, das Wingolfsprinzip
„DI` HENOS PANTA“ ("Durch
Einen [erg. Jesus Christus] Alles").
Christliche Toleranz, das Bekenntnis zur Demokratie und das
verantwortungsvolle Engagement in Staat, Kirche und Gesellschaft
halten wir als unsere Grundsätze für zeitlos gültig
und für aktueller denn je. Deshalb sehen wir uns auch nicht
als rückwärts gewandte und ewig gestrige Schwärmer.
Tradition ist für uns da wichtig, wo sie auch in unserer
Zeit eine eigenständige Bedeutung hat. Der Wingolf hat eine
lange Tradition, auf die wir stolz sind und die wir bewahren und
weitertragen wollen.
Als Höhepunkt der vielen Feste und andere Zusammenkünfte
des Wingolfsbundes feiern die Wingolfsverbindungen ihr Bundesfest
seit 1850 alle zwei Jahre auf der Wartburg bei Eisenach, einem
für Europa und besonders auch den Wingolfsbund historisch bedeutenden
Ort. Zusammenkünfte wie diese boten und bieten immer wieder
Gelegenheiten zum Gespräch und Aufbau neuer Freundschaften
zwischen Wingolfiten aus aller Welt.
Von den Anfängen des Wingolfs über das Verbot zur Zeit
des Nationalsozialismus und die anschließenden Wiedergründungen
bis heute steht der Wingolf für Freiheit, Toleranz und
soziales Bewusstsein. Diese Werte werden auch durch Namen
wie Ernst Moritz Arndt, Konrad Duden, F.-W. Raiffeisen, Friedrich
von Bodelschwingh, Paul Schneider oder Paul Tillich verkörpert.
Und in dieser Tradition pflegen wir studentisches Brauchtum und
tragen bei Veranstaltungen unsere Farben, also Band und Mütze.
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